| Die Künstlerin stellt zuerst einmal die Technik in den Mittelpunkt: Sie will deren Möglichkeiten erkennen, erforschen und selbst erleben: Was ist möglich, welche besonderen Aspekte können dadurch in der künstlerischen Arbeit sichtbar gemacht werden, wo liegen die Grenzen dieser Werkzeuge ?
Der Betrachter hingegen geht zwangsläufig vom Ergebnis aus. Wirklich faszinierend für mich ist, als ich diese aktuellen Arbeiten entdeckte, wie unglaublich modern oder besser: wie zeitlos die Siebdrucke von Barbara Fuchs-Schneeweiss wirken.
Seilhüpfende_6 Big (77 K) auf Klicke Wer sich – beruflich oder privat – mit digitaler Bildbearbeitung befasst, kennt meist die Aufteilung des digitalen Bildes in die vier Farbebenen CMYK. “Übereinander gelegt“ ergeben diese vier Ebenen das komplette farbige Bild. Wir können aber auch die vier Ebenen jeweils einzeln betrachten: jetzt sehen wir einen “Farbausschnitt“ des kompletten Bildes, der gewissermaßen reduziert und dadurch meist sehr abstrakt wirkt. CMYK – Cyan, Magenta, Yellow und Key, wobei Key die Farbtiefe ergibt – durch den Schwarzanteil. So wirkt die K-Ansicht oft wie ein (schlechtes) Schwarz-Weiß-Foto.
Mit der Technik des Siebdrucks, deren Ursprünge zurückgehen auf alte japanische Schablonentechniken aus dem 18. Jahrhundert, gestaltet Barbara Fuchs-Schneeweiss nun Bilder, die der moderne PC- und Internetmensch auf den ersten Blick durchaus für eine solche CMYK-Farbebene halten könnte.
weiter bitte | |