| Kunstbücher
Georg Baselitz - REMIX
oder: There’s no rewind button for Life“Meine eigenen Sachen zu wiederholen, schien mir immer fatal. Jetzt aber habe ich ein Konzept und eine Legitimation dafür.“
So begründet Georg Baselitz auf der Katalogrückseite, warum er seit einem Jahr “alle seine wichtigen Bilder noch einmal malt - und zwar in einer Art Lightversion: locker gestisch im Duktus, frisch in den Farben und besänftigt im Ausdruck.“ (FAZ).
So kommentiert Brita Sachs in der FAZ (07.08.2006, Nr. 181 / Seite 31) die Remix-Ausstellung, die derzeit in der Münchener Pinakothek der Moderne, bis zum 29. Oktober. Anschließend in der Wiener Albertina vom16. Januar bis zum 22. April 2007, zu sehen ist.
Die in München waren, erscheinen mir eher skeptisch als begeistert; auch die FAZ schreibt von “entkoffeinierter Kunst“, die; sinngemäß, den Elan, das Provokative der frühen Jahre nicht mehr so ganz erreiche.
Nun, die Ausstellung habe ich noch nicht sehen können. Doch was bleibt von einer Ausstellung? Manchmal sicherlich die Erinnerung an ein großes Erlebnis, das man ( übertreibend oder auch nicht) als wichtig für das eigene Er-Leben ansieht, oft aber auch nur – nach kürzerem oder längeren Abstand – der Katalog, den man mitgenommen hat, um alles noch einmal nachzuarbeiten oder auch den Genuß zu wiederholen, was nicht gelingt. Der reale Ausstellungsbesuch ist nicht wieder-hol-bar, das Licht, erst recht auch die eigene Stimmnung sind inzwischen anders.
Und doch zeigt ein guter Katalog manchmal genauer, was man tatsächlich gesehen hat – unabhängig von eventuellen Gesprächen am Ausstellungstag oder den Abendnachrichten des Vortages.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |