| HipHop wird TripHop wird HipHop wird TripHop. Anders kann man die neue CD von Sensational, ehemaliger Produzent von HipHop-Acts wie den Jungle Brothers kaum beschreiben. Diese Platte ist von den afrocentric Sounds der Jungle Brothers so weit weg, daß man kaum glauben kann, daß hier ein und dieselbe Person beteiligt waren. Ein ähnliches Phänomen ist mir bisher nur bei Tricky aufgefallen, dessen Beiträge für das erste Massive Attack Album "Blue Lines" fast unschuldig klangen im Vergleich zu seinen düsteren, wütenden Soloarbeiten.
Sensational scheint das fast noch zu steigern, ich habe selten eine so nur auf sich selbst fixierte Platte gehört. Hier macht einer anscheinend Musik nur für sich selbst. Dabei sind so unglaubliche Songs und Sounds entstanden, daß man nur noch ungläubig Staunen kann. Es ist schwer einen Zugang zu dieser Musik zu finden, aber hat man es erst einmal geschafft, wird man tief hineingezogen in eine sehr emotionale, aufgewühlte Szenerie. Ähnlich wie bei Tricky sind die Melodien kaum auszumachen und die düstere, gebrochene Stimme von Sensational tut ihr übriges. Beim ersten Hören wirkt die Platte noch sehr abweisend, doch nach und nach findet man hinein und dann erkennt man auch, wie genial die einzelnen Songs doch arrangiert sind und man erkennt, warum sie gerade so klingen müssen und nicht anders. Sicher keine Platte für den Kaffeklatsch mit Freunden. So etwas genießt man alleine irgendwann in den einsamen Stunden nach Mitternacht.
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