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Jimi Tenor - Intervision

Jimi Tenor ist Finne. Vielleicht erklärt das einiges, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls scheinen die Finnen ein eigenes Musikverständnis zu haben, was bereits die Leningrad Cowboys bewiesen haben. Nun macht Jimi Tenor natürlich ganz andere Musik, aber nicht anders. Wie sollte man seine Musik nennen? Easy Listening für Fortgeschrittene? Sie hat jedenfalls viel von dieser Musikrichtung, ist aber ganz anders, denn Jimi Tenor kommt es nicht auf den Wohlklang an, er scheint vielmehr den Kitsch in dieser Musik zu lieben und ihn für sich neu zu definieren. Bei jedem Stück fällt einem ein anderer 70er Krimi ein, den man mit dieser Musik in Verbindung bringt.


Jimi Tenor - Intervision

Aber es gibt auch andere Sounds, "Sugardaddy" z.B. klingt stark nach EBM oder ähnlichem und zitiert dabei Jimi's bisher größten Hit "Take me baby". Andere Stücke klingen stark nach Blue Note Jazz. Jimmy nimmt sich von allem das Beste und macht sein eigenes, sehr unterhaltsames Ding daraus, meistens Instrumental. In einigen Zeitschriften wurde er mit Helge Schneider verglichen, was ich nur unter dem Aspekt verstehen kann, daß Helge Schneider ein begnadeter Jazzmusiker ist. Denn inzwischen sollte jeder wissen, daß es ein Fehler ist, Helge Schneider nicht ernst zu nehmen. Wer sich übrigens beeilt, bekommt in einer Sonderauflage zu "Intervision" noch eine CD mit dem Hit "Take me baby" dazu.

Jimi Tenor: Intervision, Warp Records, 16,99 €

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