| Hier ein Casino – dort eine Insel, und in beiden Fällen ist nichts so, wie es scheint. Denn die beiden an sich unverdächtigen Orte entwickeln auf knapp 900 (King) respektive knapp 400 Seiten (Koontz) ein unheimliches Doppelleben. Was der junge Grillkoch Odd Thomas (Koontz) beziehungsweise der alternde Bauunternehmer Edgar Freemantle (King) hier erleben, führt in die Grenzbereiche der Wahrnehmung und einmal mehr tief in die Phantasie ihrer weltberühmten Autoren.
Unterschiede gibt es freilich nicht nur auch, sondern mehr als genug. Während „Seelenlos“ als nervenaufreibender Thriller mit vielen Volten und überraschenden Wendungen daherkommt, überzeugt “Wahn“ nicht nur durch die faszinierende, gleich mehrfach gebrochene Hauptfigur, sondern auch durch den vielfach gelungenen Versuch, fesselnde Sprachbilder für die enthemmende Kraft der Malerei zu finden.
Für Koontz- und King-Fans ist Hochspannung allemal garantiert. Also Zeit nehmen, Buch nehmen und loslesen!
Stephen King: Wahn / Dean Koontz: Seelenlos, Heyne, 22,95 € / 19,95 €
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