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Mitten im lautstarken Premierenjubel steckt ein zwiespältiger Eindruck. Offenbart diese Arabella doch exemplarisch die Schwäche der Intendantin Simone Young, die allzu oft auf Kooperationen setzt, statt eigene, meinungsbildende Deutungen vorzustellen. Sven-Eric Bechtolfs betuliche, im risikofreien 20er-Jahre-Ambiente dümpelnde Inszenierung hat auf dem Weg von der Wiener Staatsoper an die Elbe jedenfalls den letzten Rest Esprit und Dynamik verloren. Der Regisseur selbst mochte den Städtewechsel denn auch nicht mitmachen und blieb den Hamburger Proben fern. Doch die Dirigentin Simone Young füllt viele Defizite wieder auf. Mit ansteckender Begeisterung bringt sie die schillernde Partitur zum Leuchten und entdeckt dabei eine Vielzahl spannender, oft unbeachteter Details. Emily Magee empfiehlt sich bei ihrem Rollendebüt gleich als Meisterin der Straussschen Kantilene, Bo Skovhus hätte mit seinem ersten Auftritt als Mandryka besser noch warten sollen. Der dänische Bariton wird gleich mehrfach an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit vorgefunden.
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